Glossar
20 Begriffe rund um Server-Side Tracking – kurz erklärt.
- Additional Scripts
Früheres Shopify-Feld für eigenen Code auf der Bestätigungsseite.
Das Feld in den Checkout-Einstellungen wird auf den neuen Thank-You- und Order-Status-Seiten nicht mehr ausgeführt – für Shopify Plus seit August 2025, für alle übrigen Shops seit dem 26. August 2026.
- Attribution
Zuordnung eines Kaufs zu dem Kanal, der ihn ausgelöst hat.
Verlorene Cookies verschieben Umsatz in die Kategorie „Direct“. Längere Cookie-Laufzeiten und serverseitige Kennungen ordnen ihn wieder den Kanälen zu, die ihn tatsächlich gebracht haben.
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Vertrag nach Art. 28 DSGVO mit einem Dienstleister, der Daten im Auftrag verarbeitet.
Wer einen Hosting-Anbieter für den Server-Container nutzt, braucht mit ihm einen AVV. Stape Europe stellt ihn bereit.
- Consent Mode v2
Googles Mechanismus, der Tags an die Einwilligung des Nutzers koppelt.
Der Consent-Status wird an Google-Tags übergeben. Ohne Einwilligung werden keine Cookies gesetzt; Google modelliert fehlende Conversions statistisch. Seit März 2024 ist Consent Mode v2 für Werbetreibende im EWR Voraussetzung für personalisierte Anzeigen und Remarketing.
- Conversions API (CAPI)
Metas Schnittstelle, um Ereignisse vom Server statt vom Pixel zu senden.
Über die Conversions API gelangen Käufe und andere Ereignisse direkt vom Server zu Meta. Meta empfiehlt, sie parallel zum Pixel zu betreiben und beide Ereignisse über eine gemeinsame event_id zusammenzuführen.
- Cookie Keeper
Stape-Funktion, die Marketing-Cookies wiederherstellt und verlängert.
Gleicht Laufzeitbegrenzungen wie ITP aus, indem ausgewählte Cookies serverseitig gesichert und beim nächsten Besuch wiederhergestellt werden.
- Custom Loader
Stape-Funktion, die Tag-Manager-Scripts über die eigene Domain lädt.
Die Scripts für Tag Manager und Analytics werden nicht von Google-Domains, sondern über einen eigenen Pfad geladen. Filterlisten von Ad-Blockern greifen dadurch seltener.
- dataLayer
JavaScript-Objekt, über das der Shop Ereignisse an den Tag Manager übergibt.
Der Shop schreibt Ereignisse wie view_item, add_to_cart oder purchase mit ihren Daten in den dataLayer. Der Tag Manager liest sie aus und löst passende Tags aus. Shopify-App und WordPress-Plugin von Stape erzeugen diesen dataLayer automatisch.
- Deduplizierung
Zusammenführen desselben Ereignisses aus zwei Quellen zu einem.
Im hybriden Setup meldet sowohl der Browser als auch der Server den Kauf. Über eine gemeinsame Kennung erkennt die Plattform, dass es sich um dasselbe Ereignis handelt.
- Enhanced Conversions
Google-Ads-Funktion, die Conversions mit gehashten Kundendaten anreichert.
Zusätzlich zur Click-ID werden gehashte Angaben wie die E-Mail-Adresse übermittelt. Google kann damit Conversions zuordnen, die über Cookies allein verloren gingen.
- Event Match Quality (EMQ)
Metas Bewertung, wie gut sich ein Ereignis einer Person zuordnen lässt.
Je mehr verlässliche Kennungen ein Ereignis enthält – gehashte E-Mail-Adresse, Telefonnummer, die Cookies _fbp und _fbc, Click-ID –, desto höher die Bewertung und desto besser die Optimierung der Kampagnen.
- event_id
Kennung, mit der Meta Browser- und Server-Ereignis als dasselbe Ereignis erkennt.
Pixel und Conversions API senden denselben Kauf jeweils einmal. Tragen beide dieselbe event_id und denselben Ereignisnamen, zählt Meta nur einmal. Fehlt die Kennung oder weicht sie ab, entstehen Doppelzählungen.
- First-Party-Cookie
Cookie, das von der eigenen Domain gesetzt wird.
Setzt ein Server unter der eigenen Domain das Cookie per HTTP-Header, gilt es als First-Party-Cookie und unterliegt nicht den kurzen Laufzeiten für per Script gesetzte Cookies.
- gclid / fbclid
Click-IDs, die Google und Meta an die Ziel-URL anhängen.
Sie verbinden den späteren Kauf mit dem ursprünglichen Anzeigenklick. Gehen sie verloren – etwa durch gelöschte Cookies –, erscheint der Umsatz als direkter Zugriff.
- ITP (Intelligent Tracking Prevention)
Safaris Schutzmechanismus, der Tracking-Cookies begrenzt.
Safari begrenzt per JavaScript gesetzte Cookies auf sieben Tage, in manchen Fällen auf 24 Stunden. Kehrt ein Kunde später zurück, fehlt die Verbindung zur ursprünglichen Kampagne.
- ROAS
Return on Ad Spend: Umsatz geteilt durch Werbeausgaben.
Der im Werbekonto ausgewiesene ROAS beruht nur auf gemessenen Conversions. Fehlen 30 Prozent der Käufe, liegt der tatsächliche ROAS entsprechend höher als angezeigt – und der Algorithmus optimiert auf ein verzerrtes Bild.
- Server-GTM (sGTM)
Der Server-Container des Google Tag Managers.
Ein Tag-Manager-Container, der nicht im Browser, sondern auf einem Server läuft. Er empfängt Anfragen über sogenannte Clients, verarbeitet sie und löst Tags aus, die Daten an Plattformen senden. Er kann selbst betrieben oder bei einem Anbieter wie Stape gehostet werden.
- Server-Side Tracking
Messdaten werden von einem Server an Werbeplattformen übermittelt statt direkt aus dem Browser.
Der Browser sendet Ereignisse an einen eigenen Server-Container. Dieser bereinigt die Daten und reicht sie an Google, Meta und andere weiter. Das macht die Messung unabhängiger von Ad-Blockern und Browser-Einschränkungen und gibt dem Shop die Kontrolle darüber, welche Daten ein Anbieter erhält.
- Web Pixels (Customer Events)
Shopifys Schnittstelle für Tracking im Shop und Checkout.
Pixel laufen in einer abgeschotteten Umgebung und abonnieren Ereignisse wie checkout_completed. Sie ersetzen die früheren Additional Scripts auf der Bestätigungsseite.
- Webhook
Benachrichtigung, die ein System bei einem Ereignis an eine URL sendet.
Shopify und WooCommerce können bei jeder Bestellung und jeder Rückerstattung einen Webhook an den Server-Container schicken. Der Kauf wird damit erfasst, auch wenn der Kunde die Bestätigungsseite nie gesehen hat.